Allgemeine Empfehlungen

Unbedingt zu beachten vor der OP!

1. Mahlzeiten

Für die anstehende Operation in Vollnarkose muss ihr Tier nüchtern sein, denn zum einen stellt ein voller Magen eine enorme zusätzliche Kreislaufbelastung dar, zum andern können Narkosemittel Erbrechen auslösen, wodurch Erstickungsgefahr und das Risiko einer Aspirationspneumonie (lebensbedrohliche Lungenprobleme) entstehen.

-Mindestens 12 Stunden vor der Operation ! sollten Hunde und Katzen deshalb kein feste Nahrung, Milch oder Leckerchen mehr bekommen. Die Freigänger unter den Katzen sind für diesen Zeitraum unbedingt in der Wohnung zu halten, denn gerade eine hungrige Katze fängt umso lieber Mäuse. Wasser darf und soll jedoch jederzeit angeboten werden, damit der Organismus nicht austrocknet und das Kreislaufvolumen stabil bleibt.

2. Bewegung

Am Tag vor der Operation und dem OP-Tag selbst ist der Patient zu schonen, d.h. keine Gewaltmärsche, Fahrradtouren oder übermäßiges Toben und möglichst keine unnötige Aufregung. So sind Herz und Kreislauf, Immunsystem und Nervenkostüm nicht überlastet, wodurch das Narkoserisiko verringert wird und die körpereigene Abwehr gestärkt bleibt.

3. Kot- und Urinabsatz

Ein gemütlicher Spaziergang vor der Operation ist allerdings ratsam, damit sich ihr Vierbeiner entsprechend lösen kann. Das ist für ihr Tier auch körperlich und psychisch angenehmer, wenn es in der Aufwachphase nicht dringend raus muss und seine Notdurft womöglich nicht einhalten kann.

4. Sonstiges

Im Routinefall setzt man nur ein gesundes Tier den Narkose- und OP-Belastungen aus. Machen sie ihren Tierarzt deshalb unbedingt auf alle Veränderungen wie z.B. Durchfall, Erbrechen, Einsetzen der Läufigkeit, Appetitlosigkeit oder allgemeine Schwäche aufmerksam. Er wird dann nach einer eingehenden Untersuchung entscheiden, ob der Patient narkosefähig ist.

nach der OP !

1. Aufwachphase:

Durch die Narkose sind das Geräusch- und Berührungsempfinden ihres Tieres verändert und die Körpertemperatur erniedrigt. Deshalb sind Ruhe und Wärme für die Aufwach- und Nachschlafphase ganz wichtig. Sollte ihr Vierbeiner noch nicht restlos aus der Narkose erwacht sein, wenn sie ihn mit nach Hause nehmen, richten sie ihm dort einen gemütlichen Platz ein, wo er sich zwar fürsorglich kontrolliert, aber in aller Ruhe ausschlafen kann und bei noch etwas unkoordinierten Aufstehversuchen keiner Verletzungsgefahr ausgesetzt ist.